Heinz Wilhelm Kempgen:
Zur Geldgeschichte des Staates Qin

'Die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und mir hat reibungslos und vorbildlich funktioniert, das will ich dankbar anerkennen.'

Athanasius von Wedon:
Im Kinderheim Gott begegnen

'Das Buchprojekt ist in bewährter Manier ganz nach meinen Vorstellungen von Ihnen verwirklicht worden: Unkompliziert, tatkräftig und fristgerecht.'

Elisa Melidi:
Die Berufung

'Von allen Verlagen, die bereit sind, einem Erstautor eine Chance zu geben, hat mich Haag&Herchen am meisten beeindruckt: das Portfolio, die Geschwindigkeit der Geschäftsabwicklung, die persönliche Beratung, die Diskussion meiner Wünsche bezüglich Cover und das Preis-Leistungs-Verhältnis, alles war perfekt. Nun wünsche ich mir nur noch, dass die Botschaft beim Leser ankommt ...'

Pressestimmen

Zu Hans-Joachim Drenk:
Ich schluck' Dich, Goethe

Die literarische Quelle von Olebültmannshorn

Tim Buhlke, seines Zeichens Jugendlicher aus Olebültmannshorn, einem kleinen Örtchen mit 13.000 Einwohnern, ist ein durchschnittlicher Schüler. Einfachen Verhältnissen entwachsen, ohne Sinn für Literatur und mit gänzlich anderen Interessen ausgestattet als sein Vater. Bis zu dem Tage, an dem er eine Entdeckung der besonderen Art macht: Auf einem seit Jahren brachliegenden Baugrundstück der Stadt entdeckt er in dem meist ausgetrockneten Flüsschen am Rande, eine Wasserquelle. Sie sprudelt leicht, ist kühl und frisch und schmeckt nach gutem Mineralwasser. Doch das ist längst nicht alles, wie Tim anfänglich erschrocken feststellt. Mit dem Genuss dieses Wassers wird dem Probierenden literarisches Wissen eigen. Und zwar ganz gezielt Dichtung von deutschen Lyrikern und Schriftstellern. Die Quelle souffliert Tim sozusagen.

Spontan fällt ihm ein Gedicht von Goethe ein, aber auch von anderen namhaften Dichtern. Er ist ganz außer sich ob dieser Gegebenheit. Doch gleichzeitig ist er auch in Sorge. Tausend Gedanken schießen ihm durch den Kopf: Kann ich das Wissen im Unterricht einsetzen? Versiegt diese Quelle vielleicht irgendwann? Soll ich den Eltern davon berichten? Einerseits ist Tim euphorisch, andererseits aber auch unsicher. Da kommt die Klassenarbeit in Deutsch gerade recht und dass die Aufgabe eine Interpretation von Goethes Ballade „Der Erlkönig“ ist. Tim hat nämlich nach dem ersten Schluck aus der Quelle genau dazu eine Interpretation in Form einer inneren Stimme erhalten. Er will sein neues Wissen überprüfen und erhällt von seinem Oberstudienrat Sauer eine zwei plus für diese, seine Interpretation.

Und plötzlich wird aus dem mittelmäßigen ein aufgeweckter und interessierter Schüler, der auch in anderen Fächern punkten kann. Und noch ein Wunder geschieht. Das Verhältnis zu seinen Eltern verbessert sich enorm. Lebten sie doch bisher aneinander vorbei, hatten kaum Gemeinsamkeiten und so gar keinen Gesprächsstoff, so ändert sich das schlagartig, als Tim ihnen von seiner Entdeckung erzählt. Vater und Mutter sind sofort begeistert und auf seiner Seite, wollen die Quelle ausprobieren und sich selbst überzeugen. Und in der Tat, auch ihnen souffliert die literarische Quelle. Besonders der Mutter, die viele Jahre lang einen Teil eines Gedichtes nicht mehr wusste und nun, bei einem Schluck des Quellwassers und voll darauf konzentriert, plötzlich sogar die Strophen singen kann. Der Geschäftssinn der Familie Buhlke erwacht. Man könnte eine Firma gründen, das Wasser in Flaschen abfüllen und an Schulen, Universitäten, etc. anbieten, eben aufgrund der literarischen Qualität des Wassers. Schnell sind sich Eltern und Sohn einig, dass man das Grundstück kaufen sollte; doch wie, ohne Aufsehen zu erregen, genau das Brachland zu kaufen, welches seit Jahren niemand haben will? Gemeinsam hecken sie einen funktionierenden Plan aus, wie man an das Land kommen kann, ohne zu viel preisgeben zu müssen. Die Dinge nehmen ihren Lauf und schlussendlich auch eine unerwartete Wendung ...

Der Autor hat mit "Ich schluck' Dich, Goethe" eine Erzählung geschrieben, die zügig voranschreitet, präzise auf den Punkt kommt, sich nicht unnötig lange an Einzelheiten aufhält und interessant ist – keine Längen, sondern eine direkte Sprache. Klare Gliederung der Kapitel und trotz der wenigen Seiten ein roter Faden, der sich von Anfang bis Ende durchzieht. Hans-Joachim Drenk verrät nicht zu viel und bringt die Geschichte trotzdem zielstrebig voran. Ein kurzweiliges, spannendes Lesevergnügen

Tanja Küsters, Literaturmarkt, 11.11.2009