Uwe Wascher:
Der Apfelkönig

'Das Buch ist wirklich ein Hingucker, bin mächtig stolz und habe sofort im "Kreis der Familie" darin gelesen. Ich bedanke mich für die reibungslose, liebevolle Herstellung bei Ihnen und Ihren MitarbeiterInnen.'

Anna Ohm:
Ich schminke mir gar nichts mehr ab

'Für Ihre einfühlsame Auseinandersetzung und der damit verbundenen Mühe zur Entstehung meines Buches danke ich sehr.'

Athanasius von Wedon:
Im Kinderheim Gott begegnen

'Das Buchprojekt ist in bewährter Manier ganz nach meinen Vorstellungen von Ihnen verwirklicht worden: Unkompliziert, tatkräftig und fristgerecht.'

Andreas Wilhelm:

Spott, Streit, Verrücktheit, Verschachteltes und Verdrehtes

Das komische Genre auf Frankreichs Bühne im Jahre 1760

Irgendjemand hat einmal den Begriff des Théâtre du second ordre erfunden. Wahrscheinlich meinte er damit Schauspiele, die nicht zu den Meilensteinen der Weltliteratur gehören. Natürlich trug auch die französische Bühne des 18. Jahrhunderts das Ihre zu diesen Meilensteinen bei.
So manches Bühnenwerk aus der Feder Lesages, Crébillons, Marivauxs, Voltaires, Diderots, Merciers oder Beaumarchais’, das neue Wege ging und auffiel, gehört mittlerweile zum Wissensschatz jedes gebildeten Europäers, und so manches dieser Stücke hat im Verlaufe der vergangenen beiden Jahrhunderte eine wissenschaftliche Rezeption nach sich gezogen, die ihm gewiss gebührt, die sich heute aber gleichsam erschöpft hat …
Natürlich schuf die französische Bühne des 18. Jahrhunderts auch ein Theater, das sich eben nicht mehr auf diesem Höhenkamm der Außergewöhnlichkeit, des hohen Bekanntheitsgrades und der ›Verwissenschaftlichung‹ bewegt.
Dieses Theater mag des grundsätzlich Innovativen, das gleichsam die Welt (der Bühne) bewegte, entbehren und auch in Vergessenheit geraten sein, und doch schuf auch dieses Theater Schönes und Gelungenes, vor allem durfte es sich eines Zustroms von Menschen erfreuen, der bisweilen den der Stücke, die einmal berühmt werden sollten, weit übertraf. Mit aller Berechtigung untersucht der Autor dieses Buches somit erneut den großen Bereich dessen, was in jener Zeit eine so hohe Bedeutung hatte, von dem man heute aber nicht mehr spricht.
Mag dieses weniger bekannte und doch schier unerschöpfliche Theater auch nur in den Beständen der Bibliothèque nationale in Paris auffindbar sein, es bietet doch immer wieder – oder besser immer noch – erfrischenden Freiraum für die wissenschaftliche Recherche jedweder Art, für die Erstellung von Korpora mannigfaltigster Themen und für den Anreiz, diese zu analysieren.
Und was mag kurzweiliger sein, als sich mit der Verrücktheit auf der Bühne zu befassen, die hier zu einer Art Schutzpatronin avanciert und sogar Orden für Narreteien verleiht?
Besonders kurzweilig ist es dann aber mitzuerleben, welche Früchte diese Verrücktheit zeitigt, wenn sie von der Bühne herabsteigt und in deren allernächstem Umfeld ganz erstaunlich aktiv wird, sogar einen Voltaire in ihren Bann zieht. Aber sie geht noch weiter und findet ihre wirkliche Heimstätte weitab von der Bühne, tief im Herzen der Gesellschaft, in der sie gleichsam alles auf den Kopf stellt.
Und wer hätte gedacht, dass sie sich ebendort Philosophen, deren Namen heute jeder kennt, die jedoch zu ihrer Zeit eine breite öffentliche Meinung gegen sich hatten, zu guten Freunden macht, sie verformt und in ihrem Sinne auf die Bühne zurückbringt?
Der Autor ist Studienrat im saarländischen Schuldienst und beschäftigt sich seit Jahren mit einem unbekannten Theater des 18. Jahrhunderts.
1. Auflage 2016. VIII, 203 Seiten, Paperback
ISBN: 978-3-89846-772-8

38,00 EUR

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