Anna Ohm:
Ich schminke mir gar nichts mehr ab

'Für Ihre einfühlsame Auseinandersetzung und der damit verbundenen Mühe zur Entstehung meines Buches danke ich sehr.'

Uwe Wascher:
Der Apfelkönig

'Das Buch ist wirklich ein Hingucker, bin mächtig stolz und habe sofort im "Kreis der Familie" darin gelesen. Ich bedanke mich für die reibungslose, liebevolle Herstellung bei Ihnen und Ihren MitarbeiterInnen.'

Urs A. Boelsterli:
Super Powerhouse

'Mit grosser Freude habe ich heute das erste Exemplar meines Buches erhalten ... Design und Druck und allgemeine Erscheinung des Buches sind äusserst gelungen und sehr professionell herausgekommen. Für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Ihrem Verlag ... möchte ich mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bedanken.'

Andreas Wilhelm:

Die französische Opéra-comique des 18. Jahrhunderts

Eine Synopse - Erster Teil

Die Opéra-Comique – zunächst hieß sie keineswegs so – und ihre Werke, die Opéra-comique – zunächst hießen sie keineswegs immer so –, sind eine Geburt des 18. Jahrhunderts. Die Opéra-comique entwickelten sich aus sehr derben Stücken auf den beiden Jahrmärkten der Stadt Paris, den Foires Saint-Germain und Saint-Laurent. Auch der Sonnenkönig war sich nicht zu schade, sich eines dieser frühen, teils skatologisch gehaltenen 'Werke', verbunden mit akrobatischen Kunststücken der Schausteller, im Jahr 1679 anzusehen. Es gefi el ihm, und er erteilte der aufführenden Truppe sogar ein Privileg. Die Akrobatik war in den ersten drei Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts zwar verschwunden, aber die wahre Opéra-comique noch nicht geboren.
Die vorliegende Untersuchung hat sich nun zum Ziel gesetzt, nicht mehr die frühen, gleichsam prototypischen Stücke der Opéra-Comique zu untersuchen, sondern das herangereifte Genre dieses Theaters – Stücke, die purifiziert, autorisiert, genau datiert, publiziert und vor allem ausdrücklich auf ihren Deckblättern als Opéra-comique bezeichnet wurden. Lesage, d’Orneval, Fuzelier, Piron und die Pièces en un acte werden zweitrangig, Autoren wie Favart, Vadé, Sedaine drängen sich in den Vordergrund und präsentieren Stücke höheren Niveaus, die man als Opéra-comique der zweiten Generation bezeichnen könnte. Sie reichen bis zum Jahr 1762, als die Opéra-Comique als Theater mit der Comédie-Italienne fusioniert wurde, und doch lebte die Opéra-comique als Genre weiter, und es wird eine dritte und vierte Generation geben.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Fortgang dieses Genres bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu untersuchen.
Der vorliegende erste Band betrachtet die Opéra-comique nach Maßgabe der vorgestellten verbesserten Anlage bis zum Jahr 1759 einschließlich, denn bereits 1760 lässt sich eine gewisse Veränderung verspüren. In einer bisher nicht dagewesenen Weise wird eine Synopse von 65 Stücken vorgestellt, die den Inhalt und dessen wiederkehrende Mechanismen ebenso wie die Didaskalien und deren Topoi untersucht und vergleicht. Auch die Sprache wird bei dieser Synopse nicht vergessen. Diese betont textimmanente, druckspezifische Fokussierung ist ein absolutes Novum im Rahmen der Publikationen zur Opéra-comique und stellt eine neue Schule dar.
Die hier präsentierten Rezensionen beziehen sich auf einen Zeitraum vom 18. Jahrhundert bis ins Jahr 2022 – Rezensionen, die sich allerdings wellenartig manifestieren, da immer wieder Intervalle verbucht werden müssen, in denen kein Interesse an den vorliegenden Stücken bestand. Während die moderne Rezeption einem Theaterstück des 18. Jahrhunderts durchaus lange Abhandlungen, ja ganze Heftchen widmen kann, wie wir es etwa in unserer Veröffentlichung zu Marivaux gezeigt haben, existiert ein längerer, kohärenter Text zu irgendeinem der hier vorgestellten Stücke in der modernen Sichtung nicht. Diese erweist sich diesbezüglich in hohem Maße als musikalisch orientiert, einzelarienzentriert, bruchstückhaft, tabellarisch und enumerativ und von ihrem Jargon her mitunter so speziell, dass sie nur einem Musikexperten zugänglich ist. Der Literaturwissenschaftler mag aber auch deshalb enttäuscht sein, weil sich viele Publikationen vornehmlich mit den frühen Stücken der Foire befassen, die hier kein Gegenstand der Untersuchung mehr sind.
Es kann also gewiss ein guter Beitrag zur aktuellen Forschung sein, wenn eine so große Zahl von Librettos neueren Stils einer detaillierten, systematischen Betrachtung unterworfen und auch miteinander verglichen werden.
Der Autor ist Studienrat im Hochschuldienst und arbeitet regelmäßig in der Nationalbibliothek in Paris. Es liegen bereits mehrere Veröffentlichungen zum französischen Theater des 18. Jahrhunderts vor.
1. Auflage 2024. 392 Seiten, Paperback, 32 Abbildungen
ISBN: 978-3-89846-909-8

78,00 EUR

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