Athanasius von Wedon:
Im Kinderheim Gott begegnen

'Das Buchprojekt ist in bewährter Manier ganz nach meinen Vorstellungen von Ihnen verwirklicht worden: Unkompliziert, tatkräftig und fristgerecht.'

Thomas Krüger:
Die Machete im Mathedschungel

'Ich sage nur eins: GENIAL! Ich bin völlig begeistert und kann es kaum erwarten, das erste Exemplar in der Hand zu halten.'

Anna Ohm:
Ich schminke mir gar nichts mehr ab

'Für Ihre einfühlsame Auseinandersetzung und der damit verbundenen Mühe zur Entstehung meines Buches danke ich sehr.'

Pressestimmen

Zu Reiner Blobel:
Die Perle in der Muschel

Einsam trotz äußerlich normaler Sozialkontakte sind die beiden Protagonisten in Reiner Blobels neuem Buch „Die Perle in der Muschel“.
Das Buch des Haller Autors vereint zwei Tagebücher. „Eigentlich ist man ein Monolith, der mit niemandem sprechen kann; der nächste Monolith ist meilenweit entfernt“, schreibt der 16-jährige Schüler Magnus in sein Tagebuch. Magnus ist – entgegen seinem Namen – kleinwüchsig, jedoch reifer und sensibler als seine Altersgenossen. Und er leidet an „Hyperosmie“, einem äußerst sensiblen Geruchssinn (…). Der Geruchssinn steigert seine Wahrnehmung des anderen Geschlechts ins Extreme. Seine Biologie-Lehrerin, die 26-jährige Lea, ist fasziniert von dem Jungen. Ihren Tagebüchern vertrauen die beiden ihre Sehnsüchte an. Aus der Faszination wird Begierde – man ahnt, dass die Erfüllung des Verlangens mit seelischen Verletzungen bezahlt werden muss.
Reiner Blobel lässt den Leser in das Innerste zweier junger Menschen blicken, die sich einem imaginären Druck ausgesetzt fühlen, einerseits einer Norm zu entsprechen, andererseits aber überdurchschnittlich zu sein. Nach verflogenen Glücksmomenten bleiben die beiden ratlos zurück.
Blobel gibt der Lektüre durch den von einer Buchseite zur nächsten springenden Perspektivenwechsel („Sie“ und „Er“) einen packenden Rhythmus. Es entsteht ein sog, der den Leser in Abgründe der Seelen zieht. Sprachlich ausgefeilt wird es inbesondere, wenn Magnus die Gerüche in Worte zu fassen versucht, wie den „komplizierten Gefühlsdampf“ von Lea, sowie in den Gedichten von Magnus, die er Lea anvertraut.
Das Buch wirft sehr grundsätzliche Fragen auf: Wer schützt uns vor dem Leben, wer vor den Dämomen in uns? Der altägyptische Schutzgott „Bes“, der auf dem Titelbild des Buches abgebildet ist? Bereits vor tausenden Jahren hofften die Menschen auf diesen Gott der Zeugung, Geburt und Lustbarkeit – und dies ist so tröstlich wie banal. Welche Angst, Sorge und Qual ein Mensch auch hat, immer haben viele vor ihm dasselbe gelitten.

Ute Christine Berger, Haller Tagblatt vom 7. 4. 2009, 07.04.2009